Oktober 13, 2018

Chronik

Chronik der Schützengilde Habinghorst 1889 e.V.

 

In den frühen Jahren des 19.Jahrhunderts war Habinghorst eine abgelegene Bauernschaft als Grenzort zum Münsterland bekannt. Im Jahre 1818 hatte Habinghorst eine Einwohnerzahl von 97 Personen und lebte als Streusiedlung noch immer im Dornröschenschlaf. Ein alter Handelsweg durchquerte von Münsterland kommend über Henrichenburg, Habinghorst, Castrop und Witten unser Weg.

Die Inbetriebnahme der Schächte Viktor I/II im Jahre1871/72 und der dadurch hervorgerufene Zuzug von Arbeitskräften ließ die dünn besiedelten Orte Habinghorst, Bladenhorst, Rauxel und Ickern näher aneinander wachsen.

Wie überall begann durch die Industrie ein Aufschwung in dessen Folge die Einwohnerzahl stetig wuchs.

Durch den Kohleabbau auf der Zeche Viktor I/II hat sich auch das Gesellschaftliche Leben in Habinghorst verändert.. gemeinsam zu arbeiten und gemeinsam Feste zu feiern, in der Art wie es auch die weitere Umgebung schon längst kannte, veranlasste den damaligen Bauunternehmer Karl Voigt, mit seinen Freunden dem Stationsvorsteher Langenbach und dem Zechenbeamten August Königsbüscher, im Jahre 1889 die Schützengilde Habinghorst zu gründen.

Da das Feiern von Schützenfesten damals nichts alltägliches war, gab es noch sehr große Schwierigkeiten.

Schließlich erwirkte im Jahre 1990 der Sanitätsrat Dr. Zumbusch die Genehmigung beim Kaiser Wilhelm II. In Habinghorst / Rauxel ein Schützenfest zu feiern. Bis dahin gehörte die Gemeinde in Habinghorst zum Postzustellbezirk des Postamtes Rauxel. Am 19. Juli 1890 findet das erste Schützenfest der Schützen Habinghorst/Rauxel statt. Den Königstrohn bestieg David Holterdorf mit seiner Königin Maria Rombeck.

Die Bevölkerung in Habinghorst , sowie in allen Dörfern und Kleinstädten Westfahlens bestand früher,auch noch im Jahre 1889, als die Habinghorster Schützengilde gegründet wurde, fast ausschließlich aus Bauern, Handwerkern und einigen  Kaufleuten. Die Gemeinde Habinghorst zählte 1889 etwa 300 Einwohner.

Als Folge der Industrialisierung zählte im Jahre 1900 Habinghorst eine Einwohnerzahl von 2762 Einwohner.

Am 1. April 1926 wird Habinghorst auf Beschluss  des Landtages mit weiteren 12 Gemeinden zu dem Stadtgebiet Castrop–Rauxel zusammengefasst. Nunmehr nahm das Schützenwesen andere Organisationsformen an.

Es schlossen sich die Bataillone von Habinghorst, Ickern und Rauxel zusammen, in der Schützengilde Castrop-Rauxel-Nord. Hierdurch wurde das Zusammengehörigkeitsgefühl der Jungen aufstrebenden Stadt gefördert und das Zusammenwachsen der Ortsteile erleichtert. Die neue Gilde umfasste den gesamten Nordteil der Stadt. Dabei bildete Habinghorst das 1. Ickern das zweite und Rauxel das 3. Bataillon.

Jedes Bataillon erhielt eine neue Fahne. Der Start war sehr gut und und leitete eine Blütezeit des Schützenwesens in unserem Stadtgebiet ein. Unter den Männern,die damals in das Präsidium der Schützengilde Castrop-Rauxel-Nord entstand wurden, müssen besonders hervorgerufen werden: Rentmeister Witte, Bäckermeister Karl Wilke, Direktor Leo Guldner, Kaufmann Wilhelm Bohe und Schatzmeister Friedel Kunst.

In den folgenden Jahren verstärkten sich in Habinghorst die Besträbungen  das Schützenwesen in der Tradition von 1889 bezw. 1890 fortzusetzen. In ersten Besprechungen zu Anfang der 40iger Jahre, an denen die Schützenbrüder Theo Dirkes, Josef Karnofka, Georg Hubert, Heinerich Sicker, Heinerich Striewe und Franz Linkemann sowie Josef Linkemann und Gustav Leckebusch teilnahmen erkannte man, daß in Habinghorst durch die große Arbeitslosigkeit ein wiederaufleben der alten Traditionen nicht gelingen kann.

Da man jedoch bestrebt war diese aufrecht zu halten, wurde am 17 Juli1933 eine Versammlung in der Gastwirtschaft Georg- Hubert einberufen. Zu dieser Versammlung wurde um 20.00 Uhr durch den Schützenbruder Dietrich Goßmann in Anwesenheit der Majestäten David Holterdorf  und Maria Rombeck eröffnet.

Die Versammlung sah ihre Zusammenkunft unter dem Aspekt einer „ Neugründung “. Gewählt wurde als 1. Vorsitzender Dr. Generotzki, als 2. Vorsitzender Heinerich Kleinalstede. Als Schriftführer Josef Linkemann und als Kassierer Georg Hubert jun. In dieser Versammlung wurde ein Beitrag auf 30 Pfennig Monatlich festgelegt so wie die Schützenuniform besprochen.

Als Kopfbedeckung wurde ein Jägerhut mit Feder bestimmt. Von den Anwesenden ließen sich 50 Personen in der Vereinsliste aufnehmen. Es war für die Initiatoren dieser 1. Zusammenkunft selbst überraschend, das ihr Gedanke zur „ Neugründung “ der Schützengilde Habinghorst einen großen Widerhall in Habinghorst fand, mit dem keiner gerechnet hat.

Nach kurzer Zeit zählte der Verein 250 Mitglieder. So war es möglich, wieder ein großes Schützenfest zu planen. Dieses wurde im Jahre 1935 gefeiert.

Schützenkönig wurde Karl 1. Wilke, der sich zu seiner Königin Lina 1. Bögerbax nahm.

Zu jener Zeit war es Brauch, das vor den Häusern der Majestäten noch Schilder – oder Wachhäuser aufgestellt wurden, vor denen dann während der 3 Tagen von Schützen abwechselnd Wache gehalten wurde.

Nach Augenzeugenberichten war die Bevölkerung begeistert, das nach 45 Jahren wieder ein Schützenfest in Habinghorst gefeiert wurde. Es sollte auch wieder das letzte vor dem 2. Weltkrieg sein.

Mit dem Wiederaufleben der Schützengilde Habinghorst wurde auch das schießen mit dem Luftgewehr fleißig betrieben. Geschossen wurde in der Gaststätte des 2. Vorsitzenden Heinerich Kleinalstede jetzt Wirtschaft Krämer Wartburgstraße. Mit den Politischen Wirren vor dem 2. Weltkrieg wurde es immer schwieriger für die Schützen der Schützengilde Habinghorst dort zu üben. Letztendlich wurde der Stand von der NSDAP für ihre eigenen Zwecke beschlagnahmt..

Der Übungsbetrieb war nicht mehr aufrecht zu erhalten,so das das Vereinsleben darunter litt. Die Schützenfeste 1937 in Ickern und 1939 in Rauxel waren die letzten im Nordgebiet der Stadt Castrop-Rauxel vor dem 2. Weltkrieg. Da viele Schützenbruder der Gilde zur Wehrmacht eingezogen wurden, ließ auch das Aktive Geschehen im Verein nach.

Nach dem 2. Weltkrieg wurde bekanntlich von den Siegermächten jede Vereinstätigkeit verboten. So kamen die Schützen der Schützengilde Habinghorst erst wieder 1952 zusammen, um die alten Traditionen wieder aufzunehmen. Es wurde beschlossen, nunmehr als selbstständige Gilde die Schützenfeste regelmäßig in einem zwei Jahresturnus zu feiern.

So fand in der Zeit vom 26. – 28 Juni 1954 das erste Schützenfest nach dem Kriege statt. Das erste Schützenkönigspaar nach den Kriegswirren und den Wiederaufleben der Schützengilde Habinghorst war von 1954 – 1956 Paul 1. Schufflitz und Hildegard  1. Schlitzer.

Nunmehr konnte auch der Schießsport wieder intensiv vorangetrieben werden. Die Konkurrenz war sehr groß, da die Gilde inzwischen auf 6 Kompanien angewachsen war, baute sich jede Kompanie ein Luftgewehrschießstand um für die Wettkämpfe gewappnet zu sein.

 

Das folgende Schützenfest wurde im Jahre 1956 gefeiert. Schützenkönig wurde Gerd I. Bobe und Anni I. Florjans. Ihre Regentschaft war von 1956 – 1958. Wegen seiner besonderen Verdienste wurde der Schützenbruder Karl Wilke im Jahre 1957 als ältester Schützenkönig von Castrop– Rauxel zum General aller hiesigen Schützenvereine ernannt. Diese Würde trug er bis zu seinem Ableben am 13 Juni 1960.

Das 3 Schützenfest nach dem Kriege fand 1958 statt. Schützenkönig wurde zum zweiten mal Paul I. Schufflitz der in der Regentschaft von 1958 – 1961 mit Paula I. Luck regierte. Da wie in jedem Gemeinwesen es Aufstiege und Abstiege gibt, löste sich 1961 die I. Und 6 Kompanie auf, wobei die noch aktiven Schützen dieser Kompanie in andere Kompanien übergingen.

Beim Schützenfest 1961 hat Wilhelm I. Fritz und Elfriede I. Strater das Zepter übernommen und 3 Jahre von 1961 – 1964 regiert. Ein neuer Aufschwung der Gilde setzte im Jahre 1964 ein. Mit dem Schützenfest im gleichen Jahr bekam die Gilde bis 1967 ein neues Königspaar.

Dies war Herbert I. Golombeck und Elsbeth I. Bergmann. Durch vielerlei Initiativen stieg die Mitgliederzahlen auf ca. 300 Schützen an. Auch im Schießsport ging es bergauf. Im Jahre 1964 war es endlich soweit. Zum ersten mal  hatte sich die erste Mannschaft im Luftgewehrschießen für die Landesmeisterschaft in Hamm qualifiziert . Die 3. Kompanie in der Gaststätte der Wirtin Lisbeth Böcker, Germanenstraße baute im Hof der Gastwirtschaft befindlichen Fahrradschuppen mit einer Länge von über 20 m zu einem Schießstand um .

Nach mehrjährigen Um und Ausbauarbeiten hatte die Kompanie es verstanden durch Eigenarbeit einen Schießstand mit 4 Luftgewehrständen und einen Aufenthaltsraum für ca. 50 Personen zu erstellen. Dieser Stand entsprach den Anforderungen des Deutschen Schützenbundes, so daß dort auch Rundenwettkämpfe durchgeführt werden können.

Beim darauffolgenden Schützenfest im Jahre 1967 wurde der Schützebruder Adolf I. Baron Schützenkönig und Ingrid I. Dullek seine Schützenkönigin. Auch diese Majestäten hatten eine gute Regierungszeit für weitere 2 Jahre. Sie wurden abgelöst beim nächsten Schützenfest 1969 durch Gustav I. Wildemann und Waltraud I. Ambrosius. Ihre Regentenzeit dauerte bis 1971.

Im Ortsteil Habinghorst eingebunden war sich der Verein auch seiner sozialen Pflichten bewusst. So veranstaltete die 3. Kompanie im August 1970 ein großes Preisschießen für den wohltätigen Zweck.

Mit einem dreistelligen Reinerlös wurde das Altenheim der St. Josefs Gemeinde Habinghorst unterstützt. Beim Schützenfest im Jahre 1971 wurde der Schützenoberst Bernhard I. Sträter Schützenkönig der sich Else I. Buchtatalik zu seine Königin nahm.

Die allgemeine gesellschaftliche Entwicklung der Nachkriegszeit hatte auch seine Auswirkungen auf das Vereinsleben in der Schützengilde Habinghorst. Es zeichnete sich immer mehr ab, das die Aufrechterhaltung der Tradition und des Brauchtums für das Schützenwesens in den Städtischen Bereichen immer schwieriger wird. Die Resonanz ließ allgemein nach, Da andere Sportarten publikumswirksamer sind. Man ist schnell bereit Überlieferungen als unmodern und antiquiert zu bezeichnen, weil nur übermenschliche Leistungen und phantastische Zahlen sowie sich übersteigende Rekorde, zu imponieren scheinen.

Jedoch auch die Schützen huldigen auch einen Sport den aber anfeuernde Rufe der Massen fremd sind. So erkannte der damalige Oberst der Schützengilde Habinghorst und König Bernhard I. Sträter wie wichtig es ist, im Verein eine Richtschnur zu weisen. So war die folgende von ihm gemachte Aussage programmatisch und richtungweisend ,in dem er überzeugend verkündete

„ Wir Schützen der Schützengilde Habinghorst sollen mit allen Schützen den Blick unbeirrt auf das gemeinsame Ziel richten, das heißt, aus alter Würze neue Kraft zu ziehen, um nicht nur auf Scheibe sondern auch im Leben ins Schwarze zu treffen“. In jenen Tagen waren die Aktivitäten der Gilde wie folgt : Es bildete sich aus der 2. Kompanie der Schützengilde Habinghorst die Bogenschützen heraus. Nach manchen Versuchen ist es endlich gelungen ein geeignetes Bogengelände zu finden, um sich dort voll entfalten zu können.

Das Gelände der Bogenschützen der Schützengilde Habinghorst, die sich nunmehr als 4. Kompanie des Vereins betrachteten, befindet sich an der Kanalstraße und ist ein ideales Gelände für diese Sportart. Nach einem starken Zuwachs an Mitglieder ist es ihnen durch harte Arbeit gelungen, dort ein Bogenheim zu errichten.

Beim Einweihungstunier am 22. Mai 1973 konnte der Kompanieführer Alfons Wolf feststellen, das die Bogenschützen für ihre harte Arbeit belohnt wurden. Bei herrlichem Wetter war die Stimmung gut und die Resonanz riesig.

Mit von der Partie war auch die  Olympiateilnehmerin Karla Nolpe aus Marl, sie konnte sich aber leider in der Damenklasse nicht siegreich durchsetzen.

In den folgenden Jahren machten sich die Bogenschützen der Schützengilde Habinghorst über die  Stadtgrenzen hinaus bekannt.

Als einzige Bogenabteilung im Schützenkreis Dortmund/West/Castrop–Rauxel qualifizierte man sich für die verschiedensten Meisterschaften bis hin zu der Teilnahme an den Deutschen Titelkämpfen. Da nicht nur das sportliche Schießen und gesellige Beisammensein Ziele einer Schützengemeinschaft sein sollen, sondern auch die Mithilfe bei Lösungen der Probleme des sozialem Umfeldes, veranstaltet die 3. Kompanie 1974 für die Evangelische Kirchengemeinde Habinghorst ein Preisschießen  mit einem Reinerlös in dreistelliger Summe.

Beim Schützenfest 1974 wurde Horst I. Schymura König der sich zur Königin Gudrun I. Henkel nahm. In der folgenden Zeit repräsentierten die Schützengilde Habinghorst : Von 1977–1980 Dieter I.Henkel und Marianne I Althaus, 1980-1982 Rudi I. Fricke und Irma I. Busch. Von 1982 – 1984 Friedhelm I. Gerlach und Annegret I. Garbais. Von 1984 – 1986 Gustav I. Leckebusch und Hildegard I. Gerlach. Von 1986 – 1987 Dieter I. Henkel und Gudrun I. Henkel.

Die Mitte der siebziger Jahre bis in unsere heutige Zeit waren brw. sind insbesondere geprägt von wirtschaftlichen Ängsten, die ihre Auswirkung in der Höhe der Arbeitslosenzahl in Castrop-Rauxel bzw. Habinghorst hatten und haben. Eine Entwicklung die natürlich Auswirkung auf das Vereinsleben hatte. Diese gesellschaftlichen Gegebenheiten haben jedoch nicht dazu geführt, daß die Gilde in eine niedergeschlagene Grundhaltung verfiel.

Die Schützengilde Habinghorst blickt auf eine 100-jährige Tradition zurück, in der sich schon immer helle und dunkle Bilder mischten – wie konnte es auch anders sein. Die Ideen des Schützenwesens stets neu zu bedenken, sie neu mit Inhalten zu füllen ud mit ihnen zur Lösung von Probelmen unserer Zeit beizutragen – und sei es nur in Teilbereichen, z.B. zu einer lebenswerten und Umweltfreundlichen (Um-) Welt beitrgen, wurde in die Vereinsarbeit eingeracht. Diese Aufgabe sich zunächst bewußt werden und anschließend mit leben zu erfüllen ist lohnenswert.

Hier ist es auch Ziel Tradition und Brauchtum als Grundlage für die Bewältung von Gegenwart und Zukunft zu bewaren und zu Fördern („wir lleben in der Geschichte“).

Höhepunkt in der langen Tradition der Gilde war das Jubiläumsschützenfest zum 100 jährigen Bestehen, das 1989 gefeiert wurde.

Zum Abschluß des Vodelsschießens gab es ein großes Höhenfeuerwerk, das enormen Anklang fand. Die Festtage wurden durch den Schowauftritt des Sängers Bata Illic sowie durch zahlreiche Gratulationen und Gastgeschenke zum 100 jährigen Bestehen verschönert.

Im Mittelpunkt des Festes standen jedoch die neuen Majestäten der Gilde.

Es war für alle eine große Freude, das Willi I. ( Janosch ) und Ute I. ( Ostfeld ) in den nächsten Jahren von 1989 – 1993 die Gilde repräsentieren werden.

Auch 1993 feierte die Schützengilde ein großes Schützenfest. Für das Festprogramm im Zelt wurde der Schlagerstar Andy Borg verpflichtet. Höhepunkt des Festes war jedoch die Krönung des neuen Königspaares.

Als langjähriger Schatzmeister der Gilde gelang es Peter Müller die Königswürde zu erringen. Zu seiner Königin für die kommenden drei Jahre nahm er Anneliese Boltz. ( 1993 – 1996 ).

Mit der Gründung der 1 Kompanie versuchte der Vorstand neue interessierte Mitglieder  für den Schützengedanken zu gewinnen. Der Versuch war insgesamt nicht von Erfolg gekrönt.Mit dem Schützenfest 1996 wurde zum ersten Mal in der Geschichte des Vereins ein neuer Weg beschritten.

Dieses Fest wurde in eigener Regie durchgeführt. Die enorme Arbeit wurde belohnt. Neben dem finanziellen Erfolg feierte die Gilde auch ein großen gesellschaftlichen Erfolg. Nicht zuletzt auch dadurch, das die Königswürde durch Gerd Bobe errungen wurde, der zur seiner Königin, Hannelore Truczynski nahm. ( 1996 – 1999 ).

Im September 1996 gründeten einige Mitglieder der ehemaligen 1. Kompanie die alte / neue 5 Kompanie im Hause Koch Wilms. Getreu dem Motto „ im kleinen anfangen, in Schwierigkeiten ausharren und nach Großem streben “, ist der Jungen Kompanie zu wünschen, das sie die häufigen „ Wechselbäder“ im Schützenwesen gut meistern.

Neben dem Brauchtum und der Tradition ist ein weiteres Vereinsziel die Förderung des Sports und der Jugenpflege. Es sei daher an diese Stelle an die zahlreichen guten Leistungen der Schüler -und Jugendmannschaft-ten erinnert, die in vielen Wettkämpfen erbracht wurde.

Dies sowohl im Bereich der Luftpistolen und Luftgewehrdiziplinen als auch im Bereich des Bogenschießens.Großer Verdienst hatte der Gildenschießwart Dieter Henkel, der für alle 1977 verstarb.

Im Jahre 1999 feierte die Gilde ein besonderes Jubiläums-Schützenfest. Alle Schwierigkeiten wurden gemeistert, so daß wieder ein Schützenfest in eigener Regie gefeiert wurde.Das spannendeVogelschießen zum Auftakt konnte der der Gildenschatzmeister Peter Müller für sich entscheiden.

Zum ersten Mal in der über 100jährigen Geschichte des Vereins hatte die Gilde einen Schützenkaiser. Als Kaiserin nahm er seine Frau Maria Müller. Mit Selbstaufopferung und Disziplin hat Peter Müller in seinem jahrzehntelangen Wirken für die Schützengilde Habinghorst dazu beigetragen, daß sich das Schützenwesen in Habinghorst behaupten und entwickeln konnte. Der Verein hat Ihm viel zu verdanken.

Mit dem Ziel, die begrenzten Kräfte zu bündeln, haben verantwortungsvolle Mitgliederder 2. und 3. Kompanie beschlossen die Zukunft gemeinsam zu gestalten. Somit war die neue 2/3 Kompanie gegründet.

Die Zukunft des Vereins wird davon abhängen, wie der Generationswechsel gelingt. Eine schwierige, aber lösbare Aufgaben, die unsere ganze Kraft benötigt.

 

 

Horrido!

                             Dr. Johann Müller

                                               1. Vorsitzender

Schützengilde Habinghorst